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Wechsel in die PKV soll einfacher werden – jetzt profitieren privat Versicherte

Die Krankenversicherungsbranche wird derzeit kräftig aufgemischt. Bei den gesetzlichen Krankenkassen steigt der Beitragssatz zum Januar 2011 von 14,9 auf 15,5 Prozent an und die Deckelung der Zusatzbeiträge, die jede gesetzliche Krankenkasse von seinen Versicherten verlangen kann, ist nach oben unbegrenzt offen. Doch auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) tut sich einiges. Die Politik plant die Regelungen für die PKV zu erleichtern. So können bisher gesetzlich Versicherte einfacher in die private Krankenversicherung wechseln.

Private Krankenversicherung

Wenn der Bundestag noch vor Weihnachten zustimmt, sinkt die Verdienstgrenze, um  in die PKV zu wechseln von bisher 49.950 auf 49.500 Euro Bruttojahresgehalt für Arbeitnehmer. Auch die Dreijahresfrist für die Gehaltsgrenze sinkt auf ein Jahr. “Damit ist ein Wechsel sogar schon möglich, wenn ein Angestellter erstmalig im Dezember die Verdienstgrenze übertrifft”, freut sich Clemens Keller, Leiter MLP-Krankenversicherung.  Doch auch für bereits privat Versicherte hätten die Gesetzesänderungen positive Auswirkungen:  Die Beiträge könnten vermutlich stabil gehalten werden.  Grund hierfür ist der Zulauf von jungen Kunden, die durch das neue Gesetz einfacher in die PKV wechseln können. Für die Versicherer sinkt dadurch kurzfristig die Risikostruktur. Der Prozentuale Anteil älterer Versicherungsnehmer, die höhere Kosten verursachen als junge Versicherte. Dadurch wächst der Spielraum für stabile Beiträge.

Doch auch ohne die Vorteile der Gesetzesänderung ab 2011 geht es den privaten Krankenversicherungen besser als noch im Jahr zuvor. Dies ergab der PKV Bilanztest des Analysehauses Morgen & Morgen. Es gilt fünf Kriterien zu erfüllen, die aus Sicht der Versicherten interessant sind.

Im Test 2009 haben 14 Versicherer alle Kriterien erfüllt und bekamen die Bewertung „ausgezeichnet“. Im Schnitt stieg die bilanzielle und finanzielle Sicherheit der Versicherer. Grund hierfür war auch die Erholung an den Finanzmärkten.  Kein getesteter Anbieter von privaten Krankenversicherungen ist bei dem Test in mehr als drei Kategorien durchgefallen.

Wichtig für Kunden der privaten Krankenversicherung sind stabile Beiträge. Diese Sicherheitsquote stieg leicht an. Dies ist erfreulich für die Versicherten.  Auch die Verwaltungskosten sind im Schnitt um 0,2 Prozent gesunken.  Jedoch nicht bei allen Versicherungen. Die Huk-Coburg  benötigt nur 0,9 Prozent der Beitragseinnahmen für die Verwaltung, wogegen die Quote bei der DEVK und Mannheimer bei deutlich mehr als vier Prozent liegt. Die Mecklenburgische verbraucht sogar 7,6 Prozent für Verwaltungstätigkeiten.

Die Bundesregierung plant auch neben den bereits oben erwähnten Änderungen die Preise  für Arzneimittel zu senken. Das neue „Arzneimittelmarkt Neuordnungsgesetz“ könnte Versicherer entlasten.

Quelle: handesblatt.com

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