Krankenversicherungen im Vergleich > News > Zusatzbeiträge: Hunderttausende Versicherte wechseln ihre Krankenkasse
Zusatzbeiträge: Hunderttausende Versicherte wechseln ihre Krankenkasse
Seit dem Frühjahr dürfen die gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern erheben. Insgesamt wechselten im ersten Halbjahr diesen Jahres mehr als eine Million Versicherte ihre Krankenkasse. Allein bei der DAK gaben mehr als 300.000 Mitglieder ihre orangene Karte ab. Zum 1. Juli verließen 241.000 Mitglieder die DAK. Rund 60.000 Mitglieder hätten nicht gekündigt, sondern seien verstorben oder in die beitragsfreie Familienversicherung gewechselt, so die DAK.
Zu den Wechselfreudigen gehören auch erstmals viele Rentner und ALG 2 Empfänger, sagt eine Sprecherin der KKH-Allianz. Diese verlor 147.00 Versicherte, dazu gehören 116.000 Mitglieder. Die BKK Gesundheit muss ein Mitgliederschwund von 20 Prozent hinnehmen. “Wir können das eindeutig auf den Zusatzbeitrag zurückführen, mittlerweile geht die Abwanderung zurück”, sagte die BKK Gesundheit. Freuen dagegen kann sich Marktführer Barmer GEK. Die Krankenkasse begrüßte 69.000 neue Versicherte. In die Techniker Krankenkasse wechselten sogar 238.000. Die AOK verzeichnete ein Plus von 511.000 Versicherten. Diese Krankenkassen profitierten von den Zusatzbeiträgen der Mitbewerber, denn diese Kassen erhaben bisher keine Zusatzbeiträge.
Und wie sieht es für die Zukunft mit Aufschlägen aus der eigenen Tasche aus? Die DAK möchte noch keine Prognose abgeben. Dagegen ist die KK-Allianz optimistisch, im kommenden Jahr wieder ohne Zusatzbeiträge auszukommen. Die Krankenkassen fordern mehr Einsparungen durch die Politik. Die Vorsitzende des Kassen-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, sagte: “Mit den bisher bekannten Eckpunkten bleibt die Bundesregierung deutlich hinter ihren Einsparplänen zurück. Es ist unverständlich, dass die Koalitionäre selbst in so schwierigen Zeiten diejenigen schonen, die in den letzten Jahren massive Zuwächse verzeichnen konnten.” Laut FDP-Chef Guido Westerwelle sorge die Koalition dafür, “dass ein Wettbewerb zwischen den Kassen jetzt wirklich stattfinden kann”.
Die Privaten Krankenkassen hingeben erheben keine Zusatzbeiträge und sind unabhängig von den Kassenbeiträgen. Die Beiträge für die gesetzliche Krankenkasse sollen ab Januar 2011 von 19,4 auf 15,5 Prozent steigen. Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung empfiehlt sich besonders für Selbständige, Freiberufler und Angestellte mit einem Bruttojahreseinkommen von mindestens 49.950 Euro. Jetzt kostenlos vergleichen und sparen!
Quelle: stern.de, Eigenrecherche
Krankenversicherungsvergleich für die Private Krankenversicherung unverbindlich und kostenlos anfordern. |